Willkommen bei Pro Seniore

So verschieden Menschen auch sind: Wir alle wünschen uns ein Zuhause, in dem wir uns wohlfühlen, uns in Sicherheit wiegen können und  eine hohe Lebensqualität genießen. Doch welche Bedürfnisse wir haben, ist sehr individuell. Während sich manche Menschen eine helfende Hand und eine starke Schulter wünschen, kommen manche Menschen auch im Alter noch gut alleine zurecht – würden aber gerne den ganzen Ballast des Alltags abschütteln. Manche brauchen eher Ruhe und Zeit für sich selbst, andere blühen erst in guter Gesellschaft richtig auf.

Für all diese Menschen gibt es genau die passende Lösung. Und die heißt Pro Seniore.

Über Pro Seniore

Wenn es um Ihr persönliches Wohl oder das eines geliebten Menschen geht, ist nur das Beste gut genug. Bei Pro Seniore steht der Mensch immer im Mittelpunkt. Wir haben uns zum höchsten Ziel gesetzt, Senioren auch im Alter Selbstbestimmung und Lebensfreude zu ermöglichen und sie in jeder Situation zu unterstützen. Daher setzen wir auf ein Mehr an Service, Beratung, Erfahrung und Engagement – für einfach mehr Lebensfreude. Erfahren Sie mehr über unser Unternehmen und unsere Philosophie…

Unsere Standorte

Wo auch immer Sie und Ihre Lieben zu Hause sind, mit 
insgesamt 76 Pro Seniore Residenzen in ganz Deutschland 
sind wir immer in Ihrer Nähe. Jedes unserer Häuser 
zeichnet sich durch eine hohe Qualität, herzliches Ambiente
und individuelle Betreuung aus – hat aber dabei seinen 
ganz eigenen Charme. Entdecken Sie unsere vielen
 verschiedenen Standorte…

Abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitangebot

Damit für unsere Bewohner jeder Tag zu etwas Besonderem wird, bieten wir in all unseren Residenzen ein buntes Freizeit- und Beschäftigungsprogramm an. Von jahreszeitlichen Festen über spannende Ausflüge bis hin zu sportlichen und kreativen Aktivitäten können Sie hier jeden Tag etwas Anderes erleben.

Was unsere Bewohner sagen …

Wir lachen viel zusammen, und das macht das Leben hier noch schöner.

HELGA HELLMANN UND JOSEFINE FEIG

Gemeinschaft und Zusammenhalt sind vor allem im Alter wichtig. Das erleben wir bei dem Treffen der beiden gut gelaunten Damen, Frau Hellmann und Frau Feig, in ihrem gemütlichen Doppel-Pflegezimmer in unserer Pro Seniore Residenz Radolfzell. Tatsächlich haben sich die Frauen erst hier in der Residenz kennengelernt – und strahlen eine innige Vertrautheit aus, die unser Herz erwärmt.

Das Doppelzimmer-Konzept beweist, dass ein Leben zu zweit viele Vorteile bietet, wie uns Frau Hellmann wissen lässt. „Es ist schön, jemanden an meiner Seite zu haben. Wir machen vieles zusammen“, erzählt Frau Hellmann. Frau Feig ergänzt mit einem Lächeln: „Wir unterstützen uns gegenseitig. Wenn eine von uns etwas vergisst, erinnert die andere daran.“

Ein neues Kapitel zu zweit

Abends haben die beiden ein Ritual, das ihnen Ruhe und Geborgenheit schenkt. „Jeden Abend singen wir zusammen ein Lied – das hilft uns beim Einschlummern.“ Das Leben im Doppelzimmer hat für beide Damen einen besonderen Mehrwert. „Man ist nicht allein und kann immer jemanden zum Reden finden. Das ist wirklich schön, denn egal wie es mir geht, mit Frau Hellmann bekomme ich gleich gute Laune. Sie findet immer die richtigen Worte“, betont Frau Feig. Für viele Senioren, die den Schritt in eine Residenz machen, bringt das Leben
im Doppelzimmer auch eine große emotionale Entlastung mit sich.

Verlässliche Unterstützung im Alltag

Die Pflegekräfte der Residenz stehen den beiden Frauen in allen Belangen des täglichen Lebens zu Seite. Frau Feig ist dankbar für die Unterstützung und lobt die gute Betreuung: „Ich kann nicht mehr Radfahren oder Stricken, aber die Mitarbeiter sind immer da, wenn ich sie brauche.“ Auch Frau Hellmann fühlt sich gut aufgehoben. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Haus. Vor allem die Kollegialität hier ist toll. Manchmal fehlen mir die Zwistigkeiten“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Ein Zuhause, das verbindet

Neben der guten Betreuung ist den beiden Damen auch die persönliche Gestaltung ihres Zimmers wichtig, um sich ganz zu Hause zu fühlen. Frau Hellmann zeigt stolz auf ihren Stuhl, den ihre Mutter ihr zur Hochzeit geschenkt hat: „Der Stuhl erinnert mich an viele glückliche Zeiten, und es ist schön, dass ich solche Erinnerungsstücke hierher mitnehmen konnte“, erzählt
Frau Hellmann. Für Frau Feig ist es wichtig, dass die Bettwäsche regelmäßig von ihren Angehörigen gebracht wird: „Das ist meine eigene Bettwäsche von zu Hause. Es macht das Bett viel gemütlicher und erinnert mich an Zuhause“, erzählt sie

Gemeinsame Zeit, gemeinsame Hobbys

Gemeinsam genießen die beiden Damen auch intellektuelle Herausforderungen. „Kreuzworträtsel lösen wir gerne zusammen. Wenn ich etwas nicht weiß, unterstützt mich Frau Feig“, erzählt Frau Hellmann. Beiden Frauen sehen das Leben im Doppelzimmer als eine Bereicherung. „Wir lachen viel zusammen, und das macht das Leben hier noch schöner.“

Hier gibt’s keinen Autolärm und ich kann den Sternenhimmel sehen, was gibt es Besseres?

CHRISTINE UND HENRI CAMES

Christine und Henri Cames leben erst seit fünf Monaten in einem Apartment des Betreuten Wohnens der Pro Seniore Residenz Pirmasens. Schon seit 1985 sind die beiden verheiratet, waren beruflich viel unterwegs und wohnten schon in zahlreichen Großstädten. „Beispielsweise in Frankfurt, Wien, Brüssel und zuletzt in Berlin. Unsere Wohnung war sehr schön, nahe dem Tiergarten gelegen“, erzählt Christine Cames.

Zurück in die Heimat

Der Schritt von der Metropole ins beschauliche Pirmasens, genau in diese Residenz zu ziehen, lag dennoch nah. So ergänzt Frau Cames: „Meine Eltern haben auch schon in dieser Residenz im Betreuten Wohnen gelebt, waren sehr zufrieden. Deswegen haben wir uns, als es mir nicht gut ging, entschlossen, unsere Wohnung in Berlin aufzugeben. Pirmasens ist meine Heimatstadt, wo meine Wurzeln sind.“ Und dann zieht Herr Cames, gebürtiger Franzose mit einem wunderbar französischen Akzent, ein Eisenbahnticket aus der Hosentasche: „Schauen
Sie, das hier ist eine Fahrkarte vom vierten April 1980. Da habe ich das erste Mal meine Schwiegereltern in Pirmasens besucht.“ Er lächelt, denkt gerne zurück an die Zeit. Herr Cames arbeitete bei der französischen Tourismusbehörde, reiste sehr viel. „Für mich ist natürlich auch die Nähe zu Frankreich prima“, sagt er.

Das Leben im Betreuten Wohnen

Ein erster wichtiger Vorteil der Residenz, so finden beide, war die schnelle Vermittlung des Apartments. Frau Cames erklärt: „Alles musste innerhalb von drei Wochen organisiert werden. Dafür sind wir der Residenzberatung sehr dankbar.“ Und Herr Cames wirft ein: „Die Ruhe tut uns wirklich gut. Wir sind in eine Stadt gekommen, in der man die Sterne sehen kann und die
Leute uns auf der Straße anlächeln. Das hier ist das Richtige.“ Man spürt, dass sich das Ehepaar in Pirmasens rundum wohlfühlt. Besonders genießen die beiden, ihren Hobbies nachgehen zu können. „Kein Tag gleicht dem anderen. Ich kaufe gern regelmäßig auf dem Pirmasenser Markt, schreibe Gedichte und halte Lesungen: drei Bände sind bereits bei Editions Amalthée in Frankreich erschienen“, sagt Henri Cames. Seine Frau Christine arbeitet seit 30 Jahren als Malerin und hatte schon Ausstellungen in Wien, dem Berliner Dom sowie in der örtlichen Galerie Venezia in Pirmasens. Zweifellos: Kunst und Kultur spielen eine wichtige Rolle im Leben des Paares. Das zeigt auch ein Blick ins Bücherregal, wo von Thomas Mann bis Bertolt
Brecht viele Klassiker zu finden sind. Der Ausblick, den man vom Apartment aus hat, ist übrigens wunderschön und reicht weit über Pirmasens bis zu den grünen Hügeln des Pfälzer Landes.

„Hier gibt’s keinen Autolärm und ich kann den Sternenhimmel sehen, was gibt es Besseres“, schwärmt Frau Cames. Und dann fügt ihr Mann begeistert hinzu: „Wir gehen gerne Essen, ein Bioladen ist direkt um die Ecke, genauso wie ein Ärztehaus und die Menschen in der Pfalz sind so freundlich und herzlich. Was wir brauchen, haben wir hier gefunden.“

Ich habe mich hier schnell eingelebt, wurde gut aufgenommen.

HERMANN KLEISER

Als wir Hermann Kleiser in seinem großen, freundlichen Doppelzimmer antreffen, fällt uns sofort auf, dass er Leckerlis für die Katze bereitstehen hat, die im Pro Seniore Schloss Friedenweiler eine Art zweites Zuhause gefunden hat. Wie er uns erzählt, freut er sich immer sehr, wenn sie ihn besucht und sich ihre Streicheleinheiten einfordert. Genauso wie sie fühlt er sich hier rundum wohl, vor allem dank der idyllischen Lage des Schlosses.

Herr Kleiser schätzt die ruhige, schöne Umgebung

Nachdem seine Frau nach einem schlimmen Sturz im gemeinsamen Haus am Kopf operiert werden musste, wurde sie hierher verlegt. Zuvor hatte Hermann Kleiser seine Frau nach einem Herzstillstand 30 Jahre lang selbst gepflegt, doch nach diesem Vorfall konnte es so nicht mehr weitergehen. Verständlicherweise wollte sie ihren Mann gerne an ihrer Seite wissen, und so zog auch Herr Kleiser im September 2020 ein. Das Pro Seniore Schloss Friedenweiler haben ihre sechs Kinder für die beiden ausgesucht. „Meiner Frau war es wichtig, dass um das Haus herum nicht so viel Krach durch Autos ist. Und hier ist es so schön ruhig und angenehm!”, erzählt Herr Kleiser. Auch für ihn war die Nähe zur Natur wichtig, schließlich ist der frühere Landwirt mit seinen zwölf Geschwistern auf einem Hof in der Gemeinde Breitnau aufgewachsen. „Der Schlossgarten mit dem Fischweiher ist einfach traumhaft – man kann hier so schön draußen sitzen“, schwärmt er.

Die beiden teilten sich das Doppelzimmer, bis Frau Kleiser leider im Februar 2022 an einer schlimmen Lungenentzündung im Krankenhaus verstarb. Herr Kleiser betrachtet andächtig ein Foto von seiner Frau. “Wir sind schon zusammen zur Schule gegangen. Es war immer sehr schön mit ihr. Ich hätte mich gefreut, wenn wir im August noch unseren 60. Hochzeitstag hätten feiern können.”

Hier kommt keine Langeweile auf

Seit ihrem Tod lebt der 1939 in Neustadt geborene Senior alleine im Doppelzimmer, doch er ist zuversichtlich, dass er bald wieder einen freundlichen Mitbewohner bekommen wird. Einsam fühlt er sich auch jetzt nicht: „Ich habe mich hier schnell eingelebt, wurde gut aufgenommen.” Abgesehen davon, dass seine Kinder, Enkel- und Urenkelkinder ihn regelmäßig besuchen kommen, versteht er sich auch mit den anderen Bewohnern im Haus sehr gut.

„Wir kochen gerne mal zusammen, zum Beispiel leckeren Kartoffelsalat.” Aber auch die anderen Freizeit- und Beschäftigungsangebote der Residenz nutzt er gerne. Besonders gefällt ihm die Bewegungstherapie, in der die Senioren gemeinsam spielerisch Sport machen. Herr Kleiser ist sogar Vorsitzender des Heimbeirats, der die Interessen der Bewohner vertritt. Mit den Pflege- und Betreuungskräften ist er ebenfalls mehr als zufrieden. „Die Mitarbeiter waren von Anfang an sehr hilfsbereit! Darüber hinaus ist auch das Essen lecker. Was will ich mehr?“, lacht Herr Kleiser.

Ich fühle mich hier schon sehr wohl.

LIESEL VON WERNE

Es darf gelacht werden

Hereinspaziert! Richtig wohnlich wirkt ihr Apartment in der Pro Seniore Residenz Cochem, und die Küchenutensilien auf der Arbeitsfläche verraten: Hier wird selber gekocht, geschnippelt und gebruzzelt. Vom gemütlich eingerichteten Wohnzimmer aus führt eine Glastür ins Freie. Liesel von Werne wohnt auf Ebene zwei, und das heißt schon wieder Parterre, zumindest für ihre Terrasse. Sie wissen ja: Hanglage. Frische Holzdielen liegen draußen. „Ich lasse mir gerade die Terrasse neu machen“, erklärt sie. In ihrer Wohnung mag sie es gerne behaglich. Frau von Werne sammelt Hummelfiguren und Teddys. Die netten Plüschbären und ein paar hübsche Puppen haben es sich in ihrem Wohnzimmer gemütlich gemacht, geben ihm eine individuelle Note. Und eine Vitrine in der Wohnzimmerecke beherbergt einen ganzen Schatz an Porzellanfiguren.

Die 80-jährige ist in Düsseldorf geboren. Und, wie sich schnell herausstellt, eine echte rheinische Frohnatur. „Ich bin Rheinländerin – mit mir kann man Spaß haben“, lacht sie. Und sie lacht gerne. Am liebsten in guter Gesellschaft. Einer der Gründe, weshalb Liesel von Werne hierher kam, zu Pro Seniore.

Viel durchgemacht

In ihrem Leben gab es nicht immer was zu Lachen. Angefangen mit der Kindheit im Krieg. In einer Großstadt wie Düsseldorf heulten die Sirenen besonders oft. „Als Kind hatte ich keine Spielsachen. Ich bin im Bunker groß geworden. Immer war es dunkel“, erzählt sie. Später, nach dem Krieg, arbeitete die gelernte Industriekauffrau in der chemischen Industrie. Drei Kinder hat sie großgezogen. Davon sieben Jahre alleine. „Das war keine einfache Zeit. Meine Jüngste war zweieinhalb Jahre alt, als ich geschieden wurde. Damals gab’s noch keine soziale Unterstützung für Alleinerziehende.“ Doch nach sieben Jahren fand sie den Richtigen, heiratete zum zweiten Mal. „Ein toller Mann“, erzählt sie. Er brachte eigene Kinder mit in die Ehe, gemeinsam bauten sie sich eine Existenz auf. „Großen Urlaub konnten wir uns nicht leisten, mussten uns selber hochpäppeln.“ Doch das hart erarbeitete Familienglück währte zu kurz. Ihr Mann, der Kranführer, verstarb noch vor dem Rentenalter an einer Berufskrankheit. Seit 18 Jahren ist Frau von Werne verwitwet. Die Kinder sind längst aus dem Haus. „Meine eigenen Kinder sind sehr reiselustig, mein Sohn in Südamerika zum Beispiel ist immer unterwegs. Meine Stiefkinder jedoch leben hier an der Mosel, auch Enkelin und Urenkel.“ So war die Mosel
als Wunschgegend schnell ermittelt. Zumal die ältere Dame auch schöne Erinnerungen damit verbindet: „Früher war ich mit meinem Mann immer gerne an der Mosel. Wir wanderten viel.“

So nahm sie also die Moselgegend ins Visier. „In Düsseldorf war ich allein, hatte Knieprobleme. Ich fragte mich: Was machst du, wenn du jetzt ernsthaft krank wirst?“ Da war natürlich der Umzug ins Betreute Wohnen naheliegend. Wie sie jedoch ausgerechnet zur Pro Seniore Residenz Cochem kam, ist eine interessante Geschichte. „Der Enkel von Herrn Beyer ist schuld daran“, sagt sie. „Wir waren essen im Cochemer Restaurant Weißmühle. Der Kellner erzählte von seinem Opa aus Berlin, der demnächst hier nach Cochem ziehen würde, ins Betreute Wohnen mit eigenem Apartment. Diese Einrichtung wollte ich auch kennenlernen. Es war die Pro Seniore Residenz Cochem. Mit meiner Tochter schaute ich mir verschiedene Wohnungen an, nahm schließlich dieses Apartment im Erdgeschoss, weil ich gerne gärtnere.“ Zwei Zimmer mit 57 Quadratmetern Wohnfläche. Gerade richtig als Single-Apartment.

Zum Schoppen ins Weinstübchen

So zog sie also 2016 von Düsseldorf hierher an die Mosel. Heimweh? Halb so schlimm: „Die Mosel fließt doch in den Rhein, also bin ich Moselanerin“, lacht sie. „Aber von der Großstadt aufs Land – das ist vielleicht eine Umstellung!“ Doch der Entschluss, hierher zu ziehen, stellte sich schnell als goldrichtige Entscheidung heraus. „Ich fühle mich hier schon sehr wohl“, bestätigt Liesel von Werne. Was sie besonders schätzt, ist die gute Gesellschaft. Mit ihrer offenen Art fand sie ruckzuck Anschluss unter Gleichgesinnten. „Wir haben hier unseren Stammtisch, treffen uns jeden Mittwoch im Weinstübchen – und montags beim Winzer.“ Da ist auch Karl-Magnus Beyer mit von der Partie. So wie ihr Nachbar hält sich auch Liesel von Werne durch sportliche Aktivitäten fit. Jeden Mittwoch ist Rehasport angesagt und jeden Freitagmorgen Senioren-Yoga. „Ich nehme alles mit“, sagt sie. Vor allem die schönen Dinge des Lebens. Zurzeit bereitet sie sich gerade auf eine Party in der Residenz vor. Motto: die 80er Jahre. „Ich verkleide mich dann und bin gerade auf der Suche nach etwas Passendem.“ Und schon lacht sie wieder: „Wissen Sie – ich bin zwar alt, aber muss ja nicht so rumlaufen.“

Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.

MARIANNE SAPPER

Die gebürtige Nürnbergerin Marianne Sapper erzählt uns in einem fröhlichen Interview von ihrem Leben. Sie wirft nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern schildert auch, wie es zu ihrem Einzug in die Pro Seniore Residenz Noris in Nürnberg kam und wie es ihr in ihrem jetzigen Zuhause gefällt.

Wir sehen es auf den ersten Blick: Marianne Sapper hat sich ihre Lebensfreude bewahrt. Zum Interview-Termin in ihrem Zuhause begrüßt sie uns mit charmantem Bayerischen Akzent: „Sehen Sie, es ist hier doch so schön!“ Ein Schlaganfall war der Auslöser für ihren Einzug in der Residenz. Marianne Sapper erklärt: „Ich habe gemerkt, dass etwas mit mir nicht stimmt. Sofort habe ich ein Taxi gerufen und bin zum Hausarzt gefahren. Dieser hat mich in die Klinik eingewiesen. Es war ein Schlaganfall. Aber ich habe mich eigentlich sehr gut davon erholt, ich wollte noch nicht so weit sein. Mit aller Willenskraft, die ich hatte, hab ich mich durchgerungen und viel Gymnastik gemacht. Doch ich habe gemerkt, dass ich zuhause nicht mehr gut zurechtkomme.“ Hinzu kam, dass sie ihrer Tochter nicht zur Last fallen wollte. Sie beschloss, in eine Senioreneinrichtung zu ziehen.

Bewegtes Leben

Geboren wurde sie 1940 in Nürnberg. Sie berichtet uns von ihrer Schulzeit in einer Schule ohne Scheiben in den Fenstern. „Meine Mutter ist dann mit uns aus Nürnberg weggegangen, weil sie nicht wollte, dass wir durch Bomben ums Leben kommen.“ Ziel war ein kleines Bauerndorf in der Nähe von Ansbach. Abendessen teilten sie mit den Knechten und Mägden des Bauerhofes, auf dem sie lebten. Es gab Brotsuppe, Milch mit Brot, die aus einem großen Kübel auf dem Tisch gelöffelt wurde. Sie und ihr älterer Bruder haben während dieser Zeit einen kleinen Bruder bekommen. „Den hat Papa im Heimaturlaub dagelassen. Als er aus der Gefangenschaft zurückkam, hat er erst erfahren, dass er jetzt noch ein Kind mehr hat“, lacht sie.

Den Rest ihres Lebens wohnte Marianne Sapper in Nürnberg. „Ich wollte Schneiderin lernen, aber es war so schwer damals eine Stelle zu finden, also arbeitete ich ein Jahr als Dienstmädchen.“ Sie heiratete jung, ihren Mann kannte sie seit Kindertagen, bekam ihre Tochter mit 20 Jahren. Das Ehepaar machte sich als Berufskraftfahrer selbstständig. Sie fuhren für den Umweltschutz. Als ihr Mann schwer erkrankte wurde es schwierig in der Ehe. Sie verkauften ihr Eigenheim mit großem Grundstück sowie LKW- und PKW-Garagen. Ihren Teil aus dem Verkauf vermachte sie ihrer Tochter. Im Umkehrschluss wohnte Marianne Sapper mietfrei in der Einliegerwohnung der Tochter – bis sie sich entschied, in eine Residenz
umzuziehen. Über ihre Tochter, die vor vielen Jahren in der Verwaltung gearbeitet hatte, kannte sie die Pro Seniore Residenz Noris, wo sie innerhalb von nur 14 Tagen einen Platz bekam.

Leben in der Residenz

„Ich hab mich von Anfang an wohl gefühlt“, betont sie. „Ich hab schon Krieg erlebt, also ich weiß, dass die Zeiten auch schlecht sein können. Und uns geht’s doch super hier!“ An den Veranstaltungen nimmt sie regelmäßig teil. „Gymnastik mache ich grundsätzlich mit“, erzählt sie uns. Sie freut sich über den Kontakt, geht aber auch gerne unabhängig für sich einkaufen und spaziert jeden Tag zum nahe gelegenen See. „Da schau ich den Kindern zu, wenn sie im Wasser plantschen und glücklich sind. Ich geh auch zum Kinderspielplatz und der Hundeplatz ist in der Nähe.“ Die tierliebe Seniorin hatte selbst drei Hunde und viele weitere Tiere. Wir fragen sie, wann sie das letzte Mal richtig gelacht hat. Sie strahlt: „Alle Tage mach ich das. Wir
machen viel Spaß hier. Der Werner, Herr Konzog, ist mein Nachbar am Tisch und wir machen immer Spaß miteinander.“ Auch ihn treffen wir noch zum Interview (s. Seite 12) und freuen uns drauf.

Ich habe eine wunderschöne Zwei-Zimmer-Wohnung, in der ich mich sehr wohlfühle.

BRIGITTE HECK

Apartment Nummer 504 in unserer Pro Seniore Residenz Frankenthaler Sonne: Hier wohnt Brigitte Heck. Die gebürtige Mannheimerin will uns unbedingt ihre Wohnung zeigen. Kein Wunder: Denn diese ist nicht nur äußerst großzügig geschnitten, sondern auch wunderbar wohnlich eingerichtet und verfügt über einen schönen Balkon. Von hier aus kann man sogar direkt in den idyllischen Garten der Residenz sehen.

Langweilig wird es hier nie

„Das ganze Haus ist prima, besonders die Mitarbeiter. Ich schätze sehr das Unterhaltungsangebot. Mittags machen wir regelmäßig Gesellschaftsspiele. Wir sind meistens in der Bibliothek mit unserer Clique und spielen Rummicup. Auch die vielen Veranstaltungen, die angeboten werden, sind einfach super. Man kann da gar nichts aussetzen.“

Wohlfühlen im neuen Zuhause

Dann erzählt sie weiter, wie sie hierher kam: „Ich habe früher in Mannheim-Vogelstang gewohnt. Eines Morgens stand ich damals im Bad und bin aus heiterem Himmel umgefallen. Daraufhin haben mir meine Hüften sehr wehgetan. Das war im Februar 2021. Ich habe schon immer gesagt, dass ich, falls mal etwas mit mir sein sollte, in eine Seniorenresidenz will. Meine beiden Söhne haben zwar Häuser, aber ich wollte ihnen häusliche Pflege nicht zumuten. Die sind ja berufstätig und haben Kinder. Dann haben wir drei uns das Haus hier angesehen. Ich war gleich überzeugt. Ich sagte mir ‚Das mach‘ ich‘.“

Auf die Frage, was ihr besonders an der Residenz gefalle, antwortet sie: Das ganze Haus, vor allem der schöne Garten. Ich habe eine wunderschöne Zwei-Zimmer-Wohnung, in der ich mich sehr wohlfühle. Man kann direkt in den Garten schauen. Meine Schwester wohnt übrigens auch hier. Ich bin aufgehoben, niemand braucht sich Sorgen zu machen. Es ist alles spitze.“

Selbstständig und aktiv in der Residenz

Wie Frau Monka liegt auch Frau Heck ihre Unabhängigkeit sehr am Herzen: „Ich bereite mir mein Essen selber zu. Aber sonntags gehe ich schon mal essen. Dienstags ist um zehn Uhr Gymnastik, mittags auch. Daran nehme ich immer teil. Ich habe es bis heute noch nicht bereut, hier zu sein.“

Weiter erklärt sie „Es ist schon super, dass sofort jemand da ist, falls mir mal was passieren sollte. Das wäre zu Hause nicht der Fall gewesen. Das ist wie in einem Hotel, kann man sagen. Wenn ich mal keine Lust habe zu kochen, gehe ich auch mal mit meinem Rollator in die Stadt und esse dort etwas. Ich mache sowieso noch meinen Spaziergang zum Einkaufen. Ich freue mich schon, denn nächsten Montag gehen wir mit einigen anderen Bewohnern aufs Fischerfest nach Lambsheim.“ Ihre Augen strahlen. „Langweilig wird es hier nie. Wir haben hier auch einen Fischweiher, sogar ein paar Kois schwimmen darin. Mir war besonders wichtig, ein Apartment auf der Sonnenseite zu haben. Ich wurde sogar schon mal gefragt, wo meine Sonnenbräune herkommen würde und ob ich im Urlaub gewesen sei. Da sagte ich: ‚Ich war nur auf Balkonia.“
Frau Heck lacht.

Hier fühle ich mich sicher.

ELFRIEDE DILL

Mit einem Lächeln im Gesicht empfängt uns Elfriede Dill. Die gebürtige Berlinerin, der das charakteristisch berlinerische ‚Ick‘ immer noch manchmal über die Lippen huscht, kam einst der Liebe wegen ins schöne Bayern. „Ich habe damals meinen Mann im Urlaub in Langenargen kennengelernt“, erzählt sie. Jetzt lebt sie in unserer Pro Seniore Residenz Bissingen.

Frau Dill hat sich auf den heutigen Interview-Termin gefreut. Mit einem wachen Blick beginnt sie zu erzählen: von ihrem Sohn, ihrer Tochter und ihrer Scheidung nach 16 Ehejahren. Da war sie auf sich allein gestellt mit zwei Kindern. „Aber das hat schon gut funktioniert. Ich arbeitete ja bei Siemens im Labor und hatte daran viel Spaß.“ Genau genommen ist die jung gebliebene Seniorin noch in der Kurzzeitpflege zu Gast. „Demnächst werde ich aber unterschreiben, dass ich hierbleibe.“ Auf die Frage, was sie dazu bewogen habe, antwortet sie: „Wissen Sie, ick finde es hier wirklich schön. Vorher hatte ich ja eine größere Wohnung in Krumbach. Doch zu Hause bin ich immer wieder gefallen, das ging wirklich nicht mehr. Mein Knie tut mir heute noch manchmal weh. Hier fühle ich mich sicher.“

Abwechslungsreiche Tage

Frau Dill hat sich schon sehr gut eingelebt: „Mir gefällt es in dieser Residenz einfach gut. Ich kann zwar noch viele Dinge selber machen, habe aber immer Hilfe, wenn ich Hilfe brauche. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Die Stimmung ist auch sehr gut. Ich wohne in einem Zweibettzimmer mit einer netten Dame. Wir passen uns da an. Die Umstellung war natürlich am Anfang schon da, aber man lebt sich so schnell ein. Die letzte Zeit war ich in meiner Wohnung nicht mehr so wendig, war auch auf einen Sozialdienst angewiesen. Und wenn der mal nicht kam, stand ich da. Dann rief meine Tochter hier an und wir waren sofort begeistert, weil uns alles so gut erklärt wurde.“ Obwohl Frau Dill erst drei Wochen in der Residenz wohnt, hat sie bereits Anschluss gefunden: „Wir sitzen ja regelmäßig bei den Mahlzeiten zusammen, da kommt man schon ins Gespräch und kann sich unterhalten. Vielleicht spielen wir demnächst ja mal eine Runde ‚Mensch ärgere Dich nicht‘.“

Man sieht Frau Dill an, dass sie sich hier wohlfühlt. „Ich starte morgens mit einem leckeren Frühstück in den Tag. Dann esse ich beispielsweise eine Körner-Semmel. Auch meine Tochter wohnt ganz in der Nähe und kommt mich regelmäßig besuchen. Früher habe ich viel Handarbeit gemacht und gestrickt. Auch ein eigenes Auto hatte ich und bin mit meinen zwei Kindern überall hingefahren. Mein Sohn Peter ist aber leider schon verstorben“, erklärt sie.

Doch die taffe Frau hat trotz der Schicksalsschläge ihre Lebensfreude wiedergefunden: „Hier nehme ich gerne am Beschäftigungsangebot teil. Heute beispielsweise haben wir mit Klangschalen musiziert. Das war sehr beruhigend. Ich gehe samstags und sonntags auch gerne in den Gottesdienst. Ab und zu ziehe ich mich dann auch mal gerne zurück – das kann ich machen, wann immer ich will.“ Fest steht: Mit ihrer offenen und herzlichen Art wird Frau Dill hier noch viele Freundschaften schließen.

Herzlichen Dank für das nette Gespräch, liebe Frau Dill.

Abwechslung, die wunderschön ist.

GERTRUD DÖHRING

Als wir das große, freundliche Doppelzimmer von Gertrud Döhring betreten, staunen wir nicht nur über das schöne Zimmer, sondern auch über die zahlreichen, handgefertigten Strickwaren, die sie uns stolz präsentiert. Was die gebürtige Nürnbergerin zum Einzug in die Residenz bewegt hat und wie es ihr in ihrem jetzigen Zuhause gefällt, erzählt sie uns im Interview.

„Ich bin zu Hause einfach zusammengesackt. Ich weiß nicht wieso, aber ich bin im Flur gelegen und hatte die Kraft nicht mehr, alleine aufzustehen. Ich habe mir nichts getan, und zum Glück hatte meine Tochter mir so einen Notfallknopf besorgt, da habe ich draufgeklickt und dann ist jemand gekommen.“ Bewohnerin Gertrud Döhring erzählt uns im Interview, wie es dazu kam, dass sie in die Pro Seniore Residenz Nürnberg eingezogen ist. Zwei Mal klappte sie zu Hause zusammen und konnte nicht mehr alleine aufstehen. Das reichte ihr – die Entscheidung war getroffen: „Ich hab zu meiner Tochter gesagt: ‚Such mir irgendwo ein Heim‘. Ich habe im zweiten Stock ohne Aufzug gelebt, ich wäre die Treppe nicht mehr hoch und runter gekommen und wäre ganz allein gewesen. Ich lag im Krankenhaus und habe gesagt: Ich geh nimmer heim.“ Ihre Tochter suchte nach einem Platz und wurde direkt in der Heimatstadt in der Pro Seniore Residenz Nürnberg fündig.

Bewegtes Leben

Gertrud Döhring ist waschechte Nürnbergerin. Sie wurde 1931 in Nürnberg geboren, ist in den Kriegsjahren aufgewachsen und hat zeit ihres Lebens in der Stadt oder der Umgebung gewohnt. Nach einer Lehre zur Konditoreifachverkäuferin sattelte sie um zur Büro- genauer Computerarbeit. Bis zum Renteneintritt war sie in der KFZ-Zulassungsstelle der Stadt Nürnberg beschäftigt. „Das hat mir dort sehr gut gefallen. Und ich hab dadurch eine Zusatzversorgung. So geht’s mir halt ein bisschen besser“, erzählt sie. Verheiratet war Gertrud Döhring zwei Mal, fügt lachend hinzu: „auch zweimal geschieden“. Sie hat eine Tochter, die in der Nähe wohnt und zu der sie einen guten Kontakt pflegt. „Vorhin hab ich eine Stunde mit ihr telefoniert“, verkündet sie strahlend. Außerdem berichtet sie stolz von ihrem Enkel und Urenkel.

Leben in der Residenz

Der rüstigen Seniorin gefällt es gut in der Residenz: „Ich mein, es ist ein Pflegeheim, da muss man sich mit abfinden. Aber ich hab noch nie ein böses Wort gehört. Es sind alle lieb und nett.“ Als es mit einer Zimmernachbarin aufgrund deren psychischer Erkrankungen nicht gepasst hat, hat die Residenzleitung sofort reagiert und ihr ein anderes Zimmer gegeben. Residenzberaterin Jelena-Sharin Osterhorn erklärt: „Wir sind ja immer sehr bemüht, zu schauen, dass die Chemie stimmt, und auch schnell zu helfen.“ Gertrud Döhring ergänzt: „Ja, das ging ruck zuck. Ich habe gesagt, meine letzten Jahre möchte ich in Ruhe leben.“ Das Zimmer, in dem sie nun wohnt, gefällt ihr sehr gut. Es ist hell und gleichzeitig nicht zu warm.

Besonders begeistert ist Gertrud Döhring vom großen Freizeitprogramm der Residenz: „Wir gehen jetzt auf die Kirchweih, da gehe ich mit. Unsere Ausflüge – das ist Abwechslung, die wunderschön ist. Es wird zum Beispiel Gymnastik und Yoga gemacht. Es wäre ungerecht, wenn man da unzufrieden wäre.“ Ihr großes Hobby ist das Stricken. Damit beschäftigt sie sich täglich, strickt für die Enkelkinder anderer Bewohner und verteilt ihre kleinen Kunstwerke im Haus. Dazu zählen Taschen, Stirnbänder, Pullover und Pullunder, mehrere Schulbladen ihres Zimmers sind gefüllt. Die Tochter bringt immer Nachschub an Wolle. Gertrud Döhring erklärt: „Da schau ich Fernsehen dazu und dann vergeht der Tag schnell. Ich muss auch sagen, der Tag vergeht hier sowieso schnell. Wir hatten ein wunderschönes Sommerfest, Hochachtung vor allen, die haben sich so viel Mühe gegeben. Wirklich, war das schön – und das sagt auch jeder!

Ihrer Ansicht nach, muss niemand Angst vor einem Umzug in eine Senioreneinrichtung haben – ganz im Gegenteil: „Zu Hause wäre ich alleine, hier, wenn ich aus dem Bett falle, drücke ich auf einen Knopf, fünf Minuten später steht jemand an meinem Bett. In meiner Wohnung habe ich im Flur gelegen und eine halbe Stunde gewartet bis irgendjemand kam.“ Sie schätzt das Gefühl von Sicherheit „und man muss sich eingestehen: Es geht halt einfach nicht mehr so.“ Es ist schön zu sehen, wie vergnügt und zufrieden Gertrud Döhring ist.

Mir gefällt diese Eigenständigkeit hier im Betreuten Wohnen.

LIESELOTTE MÜLLER

Wir stehen vor Apartment 317 in der Pro Seniore Residenz Odenwald in Leimen und klingeln bei Lieselotte Müller. Die agile 78-Jährige öffnet prompt und bittet uns in ihr helles Apartment hinein. Gemütlich hat sie sich eingerichtet. „Ich habe natürlich etliche Erinnerungsstücke mitgebracht. Aber die Möbel habe ich mir damals neu gekauft, meine große, dunkle Schrankwand von früher hätte hier gar nicht reingepasst.“ Damals, das war am 1. Juli 2016, als sie in die Residenz eingezogen ist.

Eine Veränderung musste her

Zuvor hatte Frau Müller in einer großen Maisonette-Wohnung gelebt, gemeinsam mit ihrem Mann. Als er 2011 verstarb, blieb sie zunächst in den eigenen vier Wänden, aber mit der Zeit wurde ihr die Wohnung einfach zu groß. Eine Veränderung musste also her. Eine Bekannte von ihr hatte gehört, dass es am Stadtrand von Leimen eine schöne Residenz geben soll, die Betreutes Wohnen anbietet. Frau Müller schaute sich das Haus genau an und vereinbarte ein Probewohnen. Schließlich will so ein Schritt wohl überlegt sein. Schon nach zwei Wochen war für sie klar: Hier bleibe ich! „Das Personal war sehr freundlich, die Wohnung hat mir gefallen, ebenso die Umgebung. Das passte alles und ich habe mir gar nichts anderes mehr angeschaut.“

Seitdem hat sich Lieselotte Müller bestens eingelebt und ist richtig froh mit ihrem 50 Quadratmeter-Apartment. „Ich habe hier alles, was ich brauche. Ein seniorengerechtes Bad, ein geräumiges Wohnzimmer, einen abgetrennten Schlafbereich und einen hübschen Balkon“, erklärt die gebürtige Sudetendeutsche, die 1946 als Kind nach Heidelberg kam. Die Küchenzeile nutzt sie, um sich abends hin und wieder mal eine Kleinigkeit zuzubereiten. „Ich bin froh, dass ich Frühstück und Mittagessen ganz bequem im Restaurant der Residenz einnehmen kann. Für mich alleine einzukaufen und zu kochen, das lohnt sich einfach nicht.“

Engagiert in der Residenz

Zu den persönlichen Erinnerungsstücken im Apartment gehören Fotos der Familie – sie hat einen Sohn und zwei erwachsene Enkelinnen – sowie Bilder, Bücher und ein altes Spinnrad. Das ist kein Zufall, denn Lieselotte Müller hat als gelernte Industriekauffrau lange Jahre bei dem Nähmaschinen-hersteller Pfaff in Karlsruhe gearbeitet. Zwar in der Verwaltung, „aber ich habe viele Nähkurse absolviert und mir bei den professionellen Näherinnen einiges abgeschaut.“ Das Faible für die Textiltechnik zeigt sich in vielen Patchwork-Stücken, die sie selbst entworfen und angefertigt hat. „Beim Patchwork muss man sehr genau arbeiten“, erklärt die Hobby-Schneiderin, die sich auch gut mit Lesen, Rätseln oder Mah-Jongg spielen beschäftigen kann. Letzteres sogar online mit dem Laptop, der in einer Ecke steht. Dann spielt sie gegen sich selbst oder gegen ihren Sohn, mit dem sie auch fleißig Mails austauscht. Aber Frau Müller ist beileibe keine Stubenhockerin. Sie nimmt an Veranstaltungen in der Residenz teil, besucht regelmäßig den Gottesdienst im Andachtsraum im 5. Stock und ist sogar Vorsitzende des Heimbeirates. Der trifft sich alle vier bis sechs Wochen und diskutiert, was verändert werden könnte. „Ich gebe das dann an die Residenzleitung weiter und unsere Anregungen, z.B. beim Speiseplan, werden dann auch häufig in die Tat umgesetzt“, zeigt sich die 78jährige zufrieden, dass die Arbeit des Beirats ernst genommen wird.

Außerhalb der Residenz trifft sich Lieselotte Müller gerne mit langjährigen Freundinnen von den St. Ilgener Hausfrauen und den Wanderfreunden vom Verein Liederkranz Rohrbach. Für persönliche Erledigungen nutzt sie den Shuttlebus, der einmal pro Woche kostenlos von der Residenz in die Innenstadt und zurück fährt. Dort hat sie gerade bunte Primeln erstanden, die nun in den Balkonkasten eingepflanzt werden wollen. „Mir gefällt diese Eigenständigkeit hier im Betreuten Wohnen: Ich kann mich zurückziehen, wenn ich das möchte, ich kann mich mit langjährigen Freunden zum Wandern treffen, mich aber genauso gut hier in die Gemeinschaft einbringen.“

Arbeiten bei Pro Seniore

Beste Pflege ist nur dank wunderbaren Mitarbeitern möglich, die ein offenes Ohr haben, mitfühlen, da sind. Suchen Sie nach einem Arbeitsplatz, an dem noch menschliche Werte zählen und Ihr Einsatz mit Anerkennung, Sicherheit und abwechslungsreichen Aufgaben gewürdigt wird? Ob als Berufseinsteiger oder erfahrene Fachkraft: Hier bieten sich Ihnen viele Chancen.

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